Vergleiche

Vergleiche egal welcher Art sind immer vorhanden, manchmal vorteilhaft, manchmal von Nachteil. In diesem Artikel werde ich euch einige Informationen über Vergleiche im Sport und Training geben. Dabei beziehe ich mich hauptsächlich auf das Training mit dem eigenen Körpergewicht. Ich erhebe keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

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Vergleiche

Es gibt verschiedene Arten von Vergleichen:

  • Intrapersonelle
  • Interpersonelle

Zu den Intrapersonellen gehören alle, die innerhalb einer Person stattfinden. Also zum Beispiel der Leistungsvergleich zu verschiedenen Zeitpunkten.

Interpersonelle Vergleiche sind alle die zwischen verschiedenen Menschen stattfinden. Dazu gehören unter anderem Wettkämpfe, Vorbilder, aber auch der regelmäßige Vergleich im Training oder im Alltagsgeschehen.

Intrapersonelle Vergleiche:

Damit du siehst ob du dein Ziel erreicht hast bzw. ob dein Training erfolgreich war, solltest du einen Prä- und einen Posttest durchführen. Dabei ermittelst du deine maximale Leistungsfähigkeit bei einer bestimmten Übung und kannst durch den Vergleich der beiden Tests sehen ob du dich verbessert hast. Der Prätest erfolgt vor einer Trainingsphase und der Posttest danach. Die Tests können in unterschiedlichen Zeitabständen erfolgen, je nachdem in welchem Trainingsbereich man trainiert und welche Trainingsmethode man durchführt. Der Intrapersonelle Vergleich kann einen positiven Einfluss auf die eigene Motivation haben, wenn man zum Beispiel im Posttest sieht, dass die gewählte Trainingsmethode, die Übungsauswahl und die Anstrengen erfolgreich waren. Weiterhin fördert und bedingt zugleich eine von innen kommende Motivation, die wiederum für weitere Leistungsbereitschaft eher förderlich ist. Dabei handelt es sich um das Trainieren, weil man es selbst will, weil man Spaß daran hat oder eine andere positive Eigenschaft damit verbindet und nicht, weil man es aus welchem Grund auch immer tun muss. Es ist also förderlich für die eigene Motivation intrapersonelle Vergleiche zu bevorzugen. Das ist aber auch abhängig vom Charakter der Person und anderen Einflussfaktoren.

Interpersonelle Vergleiche

Ein anderer Aspekt zum Thema Vergleiche sind die zwischenmenschlichen Vergleiche. Diese sind uns sozusagen angeboren, jeder vergleicht sich in irgendeiner Art und Weise aus verschiedenen Gründen mit einem oder mehreren anderen Menschen. Ein solcher Vergleich kann Leistungssteigernd sein und ein über sich hinaus wachsen ermöglichen. Es kann aber auch demotivierend, Leistungshemmend und verängstigend wirken.

Menschen sind in so vielen Aspekten unterschiedlich, dass man eigentlich keinen Vergleich mit den gleichen Voraussetzungen zwischen zwei Menschen durchführen kann. Sie haben nicht die gleiche Genetik die ein Rolle für Leistungen sein kann, sie haben nicht unbedingt die gleichen Trainingsmethoden, mentale Leistungsbereitschaft oder alltägliche Stressbelastung um nur einige Faktoren zu nennen, die auf die Leistungsfähigkeit zu einem bestimmten Zeitpunkt einwirken können. Damit ist in einem großen Teil der Fälle schon die Ausgangssituation ungleich. Wenn nun die falsche Persönlichkeit an einem schlechten Tag einen ungleichen Vergleich verliert, bzw. negativ bewertet, kann sich das negativ auf die Motivation und damit auf die folgende Leistungsbereitschaft und eventuell die sportliche Karriere auswirken.

Ich habe selbst früher viele Jahre aktive Wettkampfsport betrieben und habe durch meine Persönlichkeit eine Einstellung entwickelt, die mich über eine Niederlage wenig trauern, dafür aber auch über einen Sieg nicht so stark freuen lässt. Ich versuche seit einigen Jahren mich von dem Drang sich mit anderen Personen zu vergleichen zu lösen, unter anderem indem ich Sportarten betreibe die nicht unbedingt einen Wettkampf benötigen um ein Trainingsziel zu setzen. Ich versuche mir Ziele zu setzen, die ich für mich erreichen möchte und nicht um anderen eine bestimmte Leistungsfähigkeit präsentieren zu müssen. Mit der Zeit komme ich auch immer weiter in die Richtung zu erkennen wenn sich mein Unterbewusstsein mit anderen Vergleichen will. Dadurch kann ich durch meine Herangehensweise diesen Vergleich erkennen und versuchen ihn zu unterbinden, was nicht immer einfach ist aber immer öfter gelingt und positive Konsequenzen für mich nach sich zieht. Meiner Meinung nach gibt es in vielen sportlichen Situationen keinen Grund sich mit anderen zu Vergleichen. Gerade im Parkour habe ich es oft erlebt, dass es viel schöner ist sich mit anderen freuen zu können obwohl sie durchaus eine bessere Leistung erbracht haben als man selbst, wenn man miterlebt, wie ein bestimmtes Ziel erarbeitet und letztendlich erreicht wird.

Natürlich muss das jeder für sich entscheiden und wie gesagt kann ein Vergleich auch Leistungssteigernd sein. Es ist eben jeder Mensch verschieden.

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